MRI

Eine Magnet-Resonanz-Tomographie (=MRI) des Herzens, der Aorta und der Lungengefässe ist eine Untersuchung, die ähnlich wie Ultraschall das Herz und die grossen und kleineren Gefässe im Brustkorb untersucht. Der Vorteil der Untersuchung ist, dass sowohl das Herz als auch die Gefässe besser dargestellt und in ihrer Grösse und Funktion untersucht werden können. Im Unterschied zu Ultraschall werden Filme des Herzens in verschiedenen Ebenen durch Magnetschwingung angefertigt, ohne Röntgenstrahlung. Zur genaueren Darstellung der Gefässe wird gelegentlich ein Kontrastmittel über die Vene gespritzt. Die Untersuchung findet in einem Magneten statt, der ein ca. 1 Meter grosses Loch hat, in welchem der Patient während der Untersuchung komfortabel auf dem Rücken liegt. Für eine bessere Bildqualität werden über Kopfhörer Atemkommandos gegeben mit kurzem Luftanhalten (ähnlich wie beim Tauchen). Die Untersuchungszeit beträgt im Durchschnitt 45 Min. Eltern können bei der Untersuchung mit dabei sein. Bei Babies, kleinen Kindern oder Menschen mit grosser Platzangst hilft das Narkose-Team mit. Schrittmacher oder eisenhaltige Gegenstände dürfen allerdings nicht in den Untersuchungsraum.

Abbildungen: A – Scimitar-Pulmonalvene. B - Arrhythmogene RV-Dysplasie mit RV-Dilatation und late enhancement. C – Aortales Pseudoaneurysma im Langzeitverlauf nach Koarktations-OP. D – Transposition der grossen Gefässe. E – Linke Pulmonalarterienstenose in der MR-Angiographie. F – Singulärer rechter Ventrikel mit Fontan-Zirkulation, * extrakardiale cavo-pulmonale Anastomose.